Stolperstein für Hans Walter Siering – Ein Zeichen gegen das Vergessen

Am Schrammsweg 27 in Eppendorf durfte ich einen Stolperstein für Hans Walter Siering einweihen, einen Hamburger Sozialdemokraten, der im Widerstand gegen den Nationalsozialismus sein Leben riskierte, sowie die Stolpersteine für seine Frau Antoine und seine Tochter Liselotte.

Hans Walter Siering war von 1937 bis 1938 Verbindungsmann der illegalen SPD Hamburg zur Exilorganisation in Kopenhagen. Gemeinsam mit seiner Frau Antoine „Toni“ organisierte er unter großer Gefahr geheime Treffen, verteilte illegale Schriften und hielt die sozialdemokratische Bewegung im Untergrund lebendig. Die Gestapo verfolgte ihn als „führende Persönlichkeit des Widerstands“. Nur knapp entkam er der Verhaftung und konnte mit seiner Familie über Dänemark nach Schweden fliehen. Auch dort setzte er sein Engagement fort – als Pädagoge, Kommunalpolitiker und Demokrat.

Für mich ist es etwas ganz besonderes, seinem mutigen Wirken ein sichtbares Zeichen des Gedenkens zu setzen. Gerade heute, in Zeiten in denen rechte Kräfte wieder unsere Demokratie in Frage stellen, ist die Erinnerung an Menschen wie Hans Walter Siering wichtiger denn je.

Sein Leben mahnt uns: Demokratie lebt vom Mut. Vom Widerspruch. Vom Hinsehen. Ich sehe es als meine politische und persönliche Aufgabe, dieses Vermächtnis weiterzutragen – entschlossen, wachsam und mit klarer Haltung.