Mitten in der Innenstadt neben dem Hopfenmarkt, zwischen Rathaus und Rödingsmarkt, liegt das Mahnmal St. Nikolai. Für viele Touristinnen und Touristen gehört es auf einer Tour durch Hamburg als Must-See. Denn es steht für das Ausmaß von Zerstörung durch Krieg und Terror wie kaum ein anderer Ort in Hamburg.
Das Mahnmal St. Nikolai in Hamburg erinnert an die Schrecken des Krieges und die Zerstörung durch Gewalt. Die Ruine der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai, die im Zweiten Weltkrieg bei Luftangriffen stark beschädigt wurde, dient heute als Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Besonders wird an die Zerstörung Hamburgs während der „Operation Gomorrha“ im Jahr 1943 erinnert, bei dem zehntausende Menschen ums Leben kamen. Das Mahnmal mahnt zur Versöhnung und zum Frieden – es ist ein Ort des Erinnerns, des Lernens und der stillen Reflexion.
Ich hatte die Möglichkeit einen Einblick in die Arbeit des Vereins Mahnmal St. Nikolai e. V. zu erhalten und bei einer Begehung vor Ort teilzunehmen. Dabei habe ich auch die Aussichtsplattform auf 76 Meter des insgesamt 147 Meter hohen Turm besichtigt, die man durch einen gläsernen Fahrstuhl erreichen kann. Für die Fahrt sollte man schwindelfrei sein.
Außerdem durfte ich mir den Carillon mit seinen 51 Glocken von Nahem anschauen. Jeden Donnerstag um 12 Uhr wird hier live gespielt.
Darüber hinaus gibt es in den Kellerräumen eine Austellung über die Geschichte dieses Ortes zu sehen. Bis zum 30. September gibt es zudem eine Außenausstellung zum Thema „Zwischen Krieg und Hoffnung“ kostenfrei zu besichtigen. Die Fotos zeigen die verschiedenen Seiten des Krieges und das Leid und die Verzweiflung, die er mit sich bringt. Der Verein bietet auch Führungen und verschiedene spannende Veranstaltungen an, die den Besucherinnen und Besuchern den Ort auf unterschiedlichste Weise näherbringen.
Die geplante Neuordnung des Mahnmals gehört zu den „Nationalen Projekten des Städtebaus“ und erhält eine Bundesförderung in Höhe von zwei Millionen Euro, um unter anderem den Eingangsbereichs zu erweitern und die Gewölbekeller des Mahnmals zu ertüchtigen, um dort Tagungsmöglichkeiten zu erschaffen. Der Planungswettbewerb läuft aktuell.



